Strukturierte Verkabelung
Die Strukturierte Verkabelung stellt einen einheitlichen Aufbauplan für Verkabelungen für unterschiedliche Dienste
(Sprache oder Daten) dar. Eine Strukturierte Verkabelung ist Teil der technischen Infrastruktur einer Liegenschaft
und wird in Primär-, Sekundär- und Tertiärbereich eingeteilt.
Bereiche:
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Primärbereich
- Der Primärbereich ist die Verkabelung der Gebäude eines Standortes untereinander und wird auch als
Campusverkabelung oder Geländeverkabelung bezeichnet. Der Primärbereich umfasst die Gebäudeverteiler und
die Kabel zwischen den Gebäudeverteilern eines LAN. Im Primärbereich sind große Entfernungen, hohe
Datenübertragungsraten sowie eine geringe Anzahl von Anschlusspunkten bestimmend. Hier ist die Glasfaser als
Übertragungsmedium wegen ihrer geringen Dämpfung, großen Bandbreite und der elektromagnetischen
Unempfindlichkeit besonders geeignet. - Maximale Längen:
- LWL: 1500 Meter vom Standortverteiler zum Geländeverteiler
- VDSL: Bis 900 Meter: Von 52 MBit/s abfallend zu 26 MBit/s; Bei 2Km ADSL Geschwindigkeit
- Der Primärbereich ist die Verkabelung der Gebäude eines Standortes untereinander und wird auch als
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Sekundärbereich
- Der Sekundärbereich ist die vertikale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung der Stockwerke eines Gebäudes
untereinander und wird auch als Steigbereichverkabelung bezeichnet. Der Sekundärbereich umfasst die
Stockwerkverteiler oder Etagenverteiler und die Kabel die vom Gebäudeverteiler zu den einzelnen
Stockwerkverteilern führen. - Maximale Längen:
- LWL: 500 Meter
- Der Sekundärbereich ist die vertikale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung der Stockwerke eines Gebäudes
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Teritärbereich
- Der Tertiärbereich ist die horizontale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung innerhalb der Stockwerke eines
Gebäudes und wird auch als Etagenverkabelung bezeichnet. Der Tertiärbereich umfasst die Kabel vom
Stockwerkverteiler zu den Anschlussdosen und die Anschlussdosen selbst. - Maximale Längen:
- 100 Meter: 90 Meter feste Verkabelung plus 10 Meter (2 x 5 Meter) lose Verkabelung
- Der Tertiärbereich ist die horizontale Stockwerkverkabelung; die Verkabelung innerhalb der Stockwerke eines
Elemente:
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Verteilerschränke:
- Die Verteilerschränke sind die Schaltschränke für Gebäude- und Etagenverteiler
- Verteilerschränke sind meistens in 19-Zoll-Systemtechnik ausgeführt
- Dort sind auch Elemente der aktiven Netztechnik untergebracht
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Patchpanel:
- Patchpanels für Kupfer- und Glasfaserkabel sind verschieden große Verteilerfelder
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Patchkabel:
- Patchkabel für die Rangierungen zwischen Patchpanels
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Anschlussdosen:
- Anschlussdosen mit RJ-45-Buchsen für Endgeräte
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Kabel:
- Primärkabel, Sekundärkabel und Teritärkabel