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Revisionssicherheit

Was ist Revisionssicherheit?

Revisionssicherheit bedeutet, dass digitale Informationen so aufbewahrt und archiviert werden, dass sie bei Bedarf vollständig, unveränderbar und nachvollziehbar sind – auch Jahre später.

Ziele der Revisionssicherheit:

  • Schutz vor Manipulation
  • Einhaltung gesetzlicher Anforderungen
  • Nachvollziehbarkeit von Geschäftsprozessen
  • Beweisbarkeit bei Prüfungen oder Rechtsstreitigkeiten

Gesetzliche Grundlagen (Deutschland):

  • HGB (§§ 238, 239, 257) – Handelsgesetzbuch
  • AO (§§ 146, 147) – Abgabenordnung
  • GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff

Wichtige Merkmale revisionssicherer Systeme:

Merkmale
Bedeutung
Unveränderbarkeit Originaldaten dürfen nicht verändert werden
Vollständigkeit Alle relevanten Daten müssen erhalten sein
Nachvollziehbarkeit Änderungen und Zugriffe müssen dokumentiert werden
Zugriffsprotokollierung Wer hat wann was gemacht?
Ordnung & Struktur Daten müssen logisch abgelegt und leicht auffindbar sein
Sicher archiviert Schutz vor Verlust, Zerstörung oder unbefugtem Zugriff

Technische Umsetzung (Beispiele):

  • Dokumentenmanagementsysteme (DMS)
  • Elektronische Archivsysteme mit Protokollfunktionen
  • Digitale Signaturen und Zeitstempel
  • Zugriffsbeschränkungen & Benutzerrechte

Revisionssicherheit ≠ Backup:

  • Backup: Schutz vor Datenverlust
  • Revisionssicherheit: Schutz vor unbemerkter Veränderung

Praxisbeispiel:

Ein Unternehmen speichert eingehende Rechnungen digital. Damit die Daten revisionssicher sind, dürfen diese nach dem Eingang nicht mehr verändert werden. Alle Schritte der Bearbeitung werden protokolliert, und die Daten werden für 10 Jahre gesetzeskonform archiviert.

Merksatz:

Revisionssicherheit heißt: Was war, muss nachweisbar bleiben – ohne Wenn und Aber.